Wertpapiere / Aktienfonds unverzichtbar zur Altersversorgung , Übernommen aus AssCompact Artikel vom 09.03.2015

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„Wertpapiere sind unverzichtbar für die Altersvorsorge“

Deutsche Anleger sind vor allem eines: risikoscheu. Was hat das im aktuellen Niedrigzinsumfeld für Folgen? Und wären Aktien trotz Höchstkursen des Dax eine sinnvolle Alternative in Sachen Altersvorsorge? Nachgefragt bei Thomas Pfaff, Vorstandsvorsitzender des Sparkassen Brokers.

„Wertpapiere sind unverzichtbar für die Altersvorsorge“

Herr Pfaff, nur noch knapp zwei Drittel der Bevölkerung sorgen für das Alter vor. Wenn, dann noch am liebsten in Form von Immobilien oder dem „guten alten“ Sparbuch. Eine richtige Strategie?

Viele Deutsche vernachlässigen die finanzielle Altersvorsorge und dieser Trend wird durch die anhalte Niedrigzinsphase weiter verschärft. Klassische sichere Geldanlagen wie das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto bringen kaum noch Rendite. Deshalb gewinnen Investitionen in Immobilien oder Sachwerte wie Gold an Attraktivität. Wer für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit vorsorgen will, sollte beim Thema Geldanlage aber breiter aufgestellt sein.
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Was wäre eine bessere Alternative?

Wertpapiere sind unverzichtbar für die Altersvorsorge und sollten Bestandteil jeder Vermögensplanung sein. Dividenden und Kurssteigerungen haben Aktienanlegern trotz aller Börsenkrisen in den letzten dreißig Jahren durchschnittlich 6 bis 8% Rendite gebracht. Hinzu kommt, dass der Kauf von Wertpapieren im Internet heute bei einem Anbieter wie dem Sparkassen Broker günstig, unkompliziert und sicher ist. Dennoch ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland seit dem vergangenen Jahr leider wieder rückläufig. Nur noch 6% der Bevölkerung halten direkt Aktien – in vielen Industrieländern liegt die Quote bei mehr als 20%. Die Gewinne an den Börsen in den letzten Jahren hat nur eine Minderheit der Deutschen tatsächlich eingefahren.
Aktien gelten als riskant. Und gerade für die Altersvorsorge wollen viele Menschen keine Risiken eingehen. Zudem notiert der Dax auf Rekordniveau. Viele Privatanleger fürchten daher wieder zu Höchstkursen einzusteigen…

Das Einstiegsrisiko und die Angst vor Schwankungen sind sicher Gründe dafür, dass nur etwa jeder Zehnte Aktien zur Altersvorsorge nutzt. Doch wer sein Vermögen nur in festverzinsliche Produkte anlegt, muss in Kauf nehmen, dass es nicht wächst und in Zukunft sogar weniger wert ist. Bei einer Wertpapieranlage für die Altersvorsorge kommt es auf eine breite Streuung und einen langen Atem an, um Verlustrisiken zu begrenzen und die Renditechancen zu erhöhen. Eine diversifizierte Vermögensstruktur verbunden mit einer langfristigen Anlagestrategie bildet eine stabile Basis für eine nachhaltige Altersvorsorge.
Während Direktinvestments in Aktien hierzulande nach wie vor kaum gefragt sind, haben Mischfonds 2014 die Rekordsumme von netto 22,7 Mrd. Euro eingesammelt. Über die Hälfte davon floss in ausgewogene Fonds, die zu gleichen Teilen in Anleihen und Aktien anlegen. Ist das ein geeigneter Einstiegsweg in den Aktienmarkt, gerade für die risikoscheuen deutschen Anleger?

Ein Mischfonds bietet gerade für Aktien-Neulinge Vorteile. Beispielsweise übernehmen professionelle Fondsmanager die Geldanlage. Das ist natürlich besonders für solche Anleger interessant, die sich eben selbst nicht intensiv um ihr Geld kümmern wollen oder können. Dazu wird das Risiko der Geldanlage reduziert, da das Kapital – anders als bei einer einzelnen Aktie – breiter gestreut wird. Auch ETFs können für Einsteiger eine geeignete Anlageform sein, denn sie bilden komplette Branchen, Aktienindizes wie den DAX oder den Dow Jones, ganze Regionen oder Währungen exakt ab. Sie sind daher ideal, um ein gut gemischtes Depot aufzubauen und so die Risiken zu begrenzen.
Was ist Ihr wichtigster Rat für Einsteiger in den Aktienmarkt?

Treffen Sie bewusste Entscheidungen, besonders wenn Sie langfristig etwas für Ihre Altersvorsorge tun möchten. Informieren Sie sich ausreichend über die Aktien oder die Fonds, in die Sie investieren wollen. Und nutzen Sie die Informations- und Weiterbildungsangebote der Online-Broker. In der S Broker Akademie haben sich letztes Jahr beispielsweise über 11.000 Teilnehmer online erklären lassen, wie einfach der Kauf und Verkauf von Wertpapieren funktioniert und wie sie ihren Trading-Erfolg langfristig optimieren können. Trader zu sein heißt nicht, den ganzen Tag am Computer zu sitzen und Sekundengewinne mitzunehmen. Unsere Kunden informieren sich und verfolgen eine Anlagestrategie. Ihre Wertpapiere kaufen und verkaufen sie ganz gezielt und bauen so langsam ein kleines oder größeres Vermögen auf. Gut informierte Trader können ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen. (mh)

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